Planning Poker ist eine beliebte Technik für agiles Schätzen, die das gesamte Team auf spielerische und motivierende Weise einbezieht. In diesem Artikel erklären wir, was Planning Poker ist, wie es funktioniert und warum wir es bei BitStone zur Schätzung unserer Softwareprojekte einsetzen.
1. Was ist Planning Poker?
Planning Poker ist eine konsensbasierte Methode, mit der das Team den Aufwand und die Komplexität der zu implementierenden User Stories oder Features abschätzen kann. Das Team verwendet ein Kartenspiel mit Werten, die die Anzahl der Story Points, ideale Tage oder eine andere Schätzeinheit repräsentieren. Die Werte basieren üblicherweise auf der Fibonacci-Folge (z. B. 1, 2, 3, 5, 8, 13 usw.), um die Unsicherheit und Variabilität der Schätzungen widerzuspiegeln.
Planning Poker ist auch unter den Namen Scrum Poker oder Agile Poker bekannt. Es basiert auf der Delphi-Methode, einer Technik zur Gruppenentscheidung durch das Sammeln und Zusammenführen von Expertenmeinungen. Planning Poker wurde 2002 von James Grenning eingeführt und durch Mike Cohn in seinem Buch „Agile Estimating and Planning“ bekannt gemacht.
2. Wie funktioniert Planning Poker?
Zu Beginn einer Planning-Poker-Session liest der Product Owner oder Kunde eine der User Stories oder Features vor, deren Aufwand das Team schätzen soll. Anschließend diskutieren die Teammitglieder die Story, stellen Fragen und klären die Anforderungen und Annahmen.
Sobald das Team über genügend Informationen verfügt, wählt jedes Mitglied vertraulich eine Karte aus, die seine Schätzung repräsentiert, und legt sie verdeckt auf den Tisch. Anschließend werden alle Karten gleichzeitig aufgedeckt.
Wenn alle Teammitglieder denselben Wert gewählt haben, gilt dieser als Schätzung für die Story. Andernfalls diskutieren die Teammitglieder ihre Schätzungen, insbesondere diejenigen, die deutlich höher oder niedriger als die anderen ausfallen.
Die Teammitglieder erläutern ihre Argumentation und teilen ihre Perspektiven und Erkenntnisse. Ziel ist es nicht, andere zu überzeugen oder zu überreden, sondern einander zu verstehen und voneinander zu lernen.
Nach der Diskussion können die Teammitglieder ihre Schätzungen überarbeiten und neue Karten auswählen. Dieser Prozess wird wiederholt, bis das Team einen Konsens oder eine vernünftige Übereinkunft bezüglich der Schätzung erzielt hat. Das Team kann außerdem beschließen, die Story in kleinere und einfachere Aufgaben aufzuteilen oder die Schätzung zu verschieben, bis weitere Informationen vorliegen.
Planning-Poker-Sitzungen können persönlich oder online, mit physischen Karten oder digitalen Tools durchgeführt werden. Es gibt zahlreiche Online-Tools, die Planning Poker unterstützen, wie beispielsweise PlanITpoker, Planning Poker und Scrum Poker Cards. Diese Tools ermöglichen es dem Team, Planning Poker ortsunabhängig, asynchron und anonym durchzuführen und bieten zudem Funktionen wie Timer, Abstimmungen und Statistiken.
3. Warum nutzen wir Planning Poker bei BitStone?
Bei BitStone nutzen wir Planning Poker aus mehreren Gründen:
4. Wie nutzt man Planning Poker effektiv?
Um Planning Poker effektiv einzusetzen, befolgen wir diese bewährten Vorgehensweisen:
Planning Poker ist eine Technik, die wir bei BitStone zur agilen Schätzung unserer Softwareprojekte einsetzen. Mithilfe eines Kartenspiels, dessen Werte die Schätzeinheiten darstellen, können wir den Aufwand und die Komplexität der zu implementierenden User Stories oder Features abschätzen. Es ist eine einfache, kollaborative und unterhaltsame Methode, die uns hilft, realistische und verlässliche Schätzungen zu erstellen und unsere Kommunikation und Teamarbeit zu verbessern.
